1. Sicherheitskonferenz im KOMPASS-Prozess
Am Donnerstag fand im Korbacher Rathaus die 1. Sicherheitskonferenz im KOMPASS-Prozess statt. Eingeladen waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, der Ausländerbeirat, die Ortsvorsteher/innen, Fachbereichsleitungen aus der Stadt- und Kreisverwaltung, die Blaulichtorganisationen, die Schulen sowie Eltern- und Schülervertretungen, die Kirchen sowie zahlreiche Vereine und Verbände.
Das KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums zur Weiterentwicklung der Sicherheit in den Kommunen. Ziel ist die Erstellung einer gemeinsamen Sicherheitsanalyse. Es sollen Maßnahmen entwickelt werden, die zur Verbesserung der objektiven Sicherheitslage beitragen und das subjektive Sicherheitsgefühl stärken.
Die Kreis- und Hansestadt Korbach hat sich im Herbst 2024 um die Teilnahme beworben. Bereits im Dezember 2024 hat Staatsminister Prof. Dr. Roman Poseck den Startschuss vor Ort geben können. Im Sommer 2024 wurde durch die Justus-Liebig-Universität eine repräsentative Bürgerbefragung durchgeführt, deren Auswertung im Januar 2026 vorlag. Ebenfalls wurden in den vergangenen Wochen bereits Ortsbegehungen durch das gebildete Arbeitsgremium absolviert.
Die Ergebnisse der Bürgerbefragung wurden im Rahmen der 1. Sicherheitskonferenz dem Plenum vorgestellt. Den Auftakt machten Bürgermeister Stefan Kieweg sowie der neue Leiter der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, Herr Polizeioberrat Martin Berbig. Die Sicherheitsinitiative KOMPASS wurde von der KOMPASS-Beraterin Julia Lohse vom Polizeipräsidium Nordhessen nochmals vorgestellt.
Der Leiter der Polizeistation Korbach, Herr Erster Polizeihauptkommissar Peter Basteck, ging auf das polizeiliche Lagebild ein. Er erläutere die vorliegende polizeiliche Kriminalstatistik für Korbach. Von kommunaler Seite rundete Fachbereichsleiter Carsten Vahland, Fachbereich Bürgerservice und öffentliche Ordnung, den statistischen Teil ab.
Carsten Vahland fungiert ebenfalls als KOMPASS-Ansprechpartner in der Kommune. In dieser Eigenschaft stellte er das von der Universität erarbeite Ergebnis der Bürgerbefragung in den wesentlichen Inhalten vor. Die gesamte Ergebnispräsentation wird auf der städtischen Homepage veröffentlicht.
Julia Lohse vom Präsidium Nordhessen erläuterte das weitere Verfahren. Die kommenden Monate werden genutzt, um gemeinsam verschiedene Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Diese werden dann im Zusammenhang mit einer 2. Sicherheitskonferenz umgesetzt und bilden dann die weitere Grundlage für die Arbeit im Präventionsrat.
Der KOMPASS-Prozess wird nach Fertigung des Sicherheitsberichtes mit der offiziellen Verleihung des Siegels abgeschlossen.
In seinem Schlusswort dankte Bürgermeister Stefan Kieweg allen Beteiligten für das bisherige Engagement und rief zur aktiven Teilnahme am weiteren Prozessverlauf auf.