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12.10.2022

Weihnachtsbeleuchtung 2022 mit Einschränkungen


Mit dem Herbsteinbruch beginnt nun nicht nur die kalte, sondern auch die dunkle Jahreszeit. Und die könnte in diesem Jahr besonders dunkel ausfallen. Zumindest dann, wenn die Kommunen auf die Weihnachtsbeleuchtung in den Innenstädten verzichten.

So stand auch der Magistrat der Kreis- und Hansestadt Korbach in den vergangenen Tagen vor der Frage: Sollen wir oder sollen wir nicht? Der Magistrat hat es sich mit einer Entscheidung zur Installation der Weihnachtsbeleuchtung im Innenstadtbereich nicht leicht gemacht. Müssen sich die Korbacherinnen und Korbacher sowie ihre Gäste nun auf eine dunkle Innenstadt in der Weihnachtszeit gefasst machen? Zappen duster wird es wohl eher nicht. „Vor dem Hintergrund der Energiekrise und dem Krieg in der Ukraine hat Vieles für einen Verzicht gesprochen.“, so Bürgermeister Friedrich. Letztlich habe man aber auch die Interessen der durch die Corona-Krise bereits stark belasteten Einzelhändler in der Innenstadt dagegen abgewogen. „Die festliche Beleuchtung ist ein wichtiges Instrument der Innenstadtbelebung und somit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den lokalen Handel und die Gastronomie“, begrüßt auch der Vorsitzender der Korbacher Hanse, Jürgen Tent, die Entscheidung des Magistrats, auf die Weihnachtsbeleuchtung nicht ganz zu verzichten. „Insbesondere nach zwei herausfordernden Corona-Jahren würde der Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung für unsere Stadt Frequenzverlust bedeuten“, so der Hansechef.

Die Magistratsmitglieder haben volles Verständnis dafür, dass auch die Weihnachtsbeleuchtung und deren Energiebedarf diskutiert wird und die Energie-Grundversorgung höchste Priorität hat. Ein wichtiges Argument im Abwägungsprozess des Magistratsgremiums war jedoch auch der sehr geringe Stromverbrauch der Weihnachtsbeleuchtung: Einsparungen werden schon seit einigen Jahren durch den Einsatz von stromsparender LED-Technik in der Kreis- und Hansestadt umgesetzt. Damit leistet die moderne Weihnachtsbeleuchtung einen großen Beitrag zur Energieeffizienz, denn die LED-Technik bringt ca. 80 % Stromersparnis gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln.

„Mit dem Tagesverbrauch der gesamten Korbacher Weihnachtsbeleuchtung könnte beispielsweise ein einzelnes durchschnittliches Elektroauto gerade einmal zwischen 200 und 300 Kilometer weit fahren“, rechnet Bürgermeister Friedrich vor.
Dennoch möchte die Stadt Korbach auch weiterhin Energie einsparen und ein Zeichen setzen. „Auch wenn wir für unsere Gebäude, die Straßen- und auch die Weihnachtsbeleuchtung bereits seit vielen Jahren aus Wasserkraft gewonnenen Naturstrom nutzen, wollen wir möglichst weiter einsparen“, so der Rathauschef. Daher hat der Magistrat entschieden, die Weihnachtsbeleuchtung eine Woche später als üblich in Betrieb zu nehmen und eine Woche früher wieder abzuschalten. Zusätzlich soll auf die Aufstellung einiger beleuchteter Weihnachtsbäume im Innenstadtbereich verzichtet werden.


Es wird also auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsbeleuchtung in Korbach geben, wenn auch für einen etwas kürzeren Zeitraum und mit einigen Einschränkungen. „Beim Thema Licht geht es nicht nur um Konsum. Es sendet vielmehr positive Signale aus und sorgt nicht zuletzt für Zuversicht und Zusammenhalt gerade in herausfordernden Zeiten“, resümiert Bürgermeister Klaus Friedrich.