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Zusatzinformationen
04.12.2017

Durch Umbaumaßnahmen wird der Weiterbetrieb der Bioannahmestelle in Korbach gesichert

Die Baumaßnahmen bei der Bioannahmestelle in der Frankenberger Landstraße in Korbach sind in vollem Gange. Für rund 70.000 € setzt die Stadt Korbach hierbei Auflagen vom Regierungspräsidium Kassel für den rechtlichen Weiterbetrieb der Anlage um, die sich aus dem Bundesimmissionsschutzgesetz und dem Abfallrecht ergeben. Mit umfangreichen Vorarbeiten zog sich das Verfahren bis zur Genehmigung über einen Zeitraum von 3 Jahren hin. Die endgültigen Genehmigungen erhielt die Stadt schließlich im Herbst dieses Jahres. Aufgrund naturschutzrechtlicher Auflagen können die Baumaßnahmen nur in einem begrenzten Zeitraum durchgeführt werden.

Die beauftragte heimische Firma hat bereits neue Einlaufschächte gesetzt, Entwässerungsleitungen verlegt, eine Grube für die Anlage eines Regenrückhaltebeckens angelegt und einen Begrenzungswall des Platzes zur Kuhbach aufgeschüttet. Weitere Arbeiten wie der Anschluss von Leitungen sowie die Neuasphaltierung des Platzes stehen in den kommenden Wochen noch an. Die Bioannahmestelle wird daher voraussichtlich noch den ganzen Monat Dezember geschlossen bleiben. Die Stadt Korbach hofft, dass das Wetter im weiteren Verlauf mitspielt, damit der Platz zügig wieder in Betrieb genommen werden kann.

Durch die Auflagen des Regierungspräsidiums Kassel ist die Stadt Korbach zukünftig gezwungen, jede Anlieferung zu protokollieren, wodurch die Eingangskontrollen intensiviert werden müssen. Um das Prozedere für die Korbacher Bevölkerung möglichst unkompliziert und ohne zusätzlichen Zeitaufwand umzusetzen, liegt dem Abfallkalender für das Jahr 2018, der vergangene Woche an alle Haushalte verteilt wurde, eine Berechtigungskarte für Anlieferung von Abfällen bei der Bioannahmestelle bei.

Die Karte berechtigt die Einwohner, Gartenabfälle und Baum- und Strauchschnitt bis zu einer Menge von 100 kg je Anlieferung sowie Elektrogeräte mit Ausnahme von Kühlgeräten und Geräten, die Öle enthalten (diese werden bei den Besitzern kostenlos im Rahmen der Sperrmüllabfuhr abgeholt), unentgeltlich anzuliefern. Auf der Karte müssen einfach nur Name, Anschrift und Kfz-Kennzeichen eingetragen werden. Die Karte sollte bei der Anlieferung gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe gelegt oder dem Aufsichtspersonal bei der Eingangskontrolle vorgezeigt werden. Wer die Karte nicht dabei hat, wird trotzdem nicht nach Hause geschickt, ohne seine Abfälle abgeladen zu haben – als Berechtigung für die Anlieferung reicht selbstverständlich auch das Vorzeigen des Personalausweises oder anderer Ausweisdokumente aus, mit denen nachgewiesen werden kann, dass der Wohnsitz in Korbach liegt. Weitere Berechtigungskarten für Haushalte mit mehreren Fahrzeugen sind im Bürgerbüro der Stadt Korbach erhältlich.

Abfälle von Einwohnern anderer Gemeinden können aus Gründen des Abfallrechts nicht angenommen werden. Die Stadt Korbach bittet Auswärtige, die in ihrem Gemeindegebiet angesiedelten Schredderplätze zu nutzen bzw. ihre Abfälle direkt bei den Abfallanlagen des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Diemelsee-Flechtdorf abzugeben.

Trotz der zusätzlichen Auflagen ist die Stadt davon überzeugt, dass die Nutzung der Bioannahmestelle nach den Umbaumaßnahmen für die Nutzungsberechtigten komfortabler wird. Zusätzliches Personal und die weitgehende Asphaltierung des Platzes sorgen zukünftig für kurze Wartezeiten und saubere Autos.

Bei weiteren Fragen und Anregungen steht die Abfallberatung der Stadt Korbach unter der Tel. 05631/53-275 bzw. abfallberatung@korbach.de gern zur Verfügung.